Wie entstehen die Sicherungssummen der Einlagensicherung der jeweiligen Banken?

Die Sicherheit gehört neben dem Zinssatz zu den wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines geeigneten Tagesgeldkontos. Kunden möchten die Gewissheit, dass ihr Geld sicher angelegt ist und sie auch in Krisenzeiten oder bei einer möglichen Pleite des Bankhauses ihr Kapital nicht verlieren bzw. auf einen großen Teil der Summe verzichten müssen. In der Bundesrepublik Deutschland greifen gleich mehrere Sicherungssysteme, die eine deutlich höhere Einlagensicherung bieten als seitens des Staates über die gesetzliche Einlagensicherung (100 % Prozent bis maximal 50.000 Euro) vorgeschrieben ist. Die Deckungssummen der deutschen Systeme je Kunde liegen in Bereichen, die kaum ein normaler Sparer je erreichen wird. Unterschieden werden muss zwischen zwei Verfahren, nach denen vorgegangen wird.
In unbegrenzter Höhe haften die Kreditinstitute, die dem VÖB-Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes öffentlicher Banken, dem Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe oder der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes deutscher Volksbanken und Raiffeisenbanken angehören. Das heißt, das Geld ist zu 100 Prozent in voller Höhe abgesichert. Das gilt für die Einlagen von Nichtbanken, also Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Verbrauchern, und bezieht sich auf Spar-, Termin- und Sichteinlagen, die bei den jeweiligen Mitgliedsinstituten vorhanden sind.
Etwas anders gelagert ist das Sicherungssystem der Banken, die im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken Mitglied sind. Hier gelten 30 Prozent des Eigenkapitals, in der Höhe wie es im letzten gültigen Jahresabschuss der Bank publiziert wurde, als Haftungssumme je Kunde.

 

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Hier einige Beispiele bekannter Kreditinstitute, die ein Tagesgeldkonto anbieten:

– 1822direkt: Die 1822direkt gehört als Onlinetochter der Frankfurter Sparkasse dem Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe an. Damit haftet sie unbegrenzt für die Kundeneinlagen.
– Kreissparkasse Köln: Die Kreissparkasse Köln ist ebenfalls Mitglied im Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe und sichert das Kapital ihrer Kunden somit zu 100 Prozent in voller Höhe ab.
– DKB: Die Deutsche Kreditbank AG sichert die Kundengelder in unbegrenzter Höhe ab, da sie im Bundesverband deutscher Banken ist.
– Comdirect Bank: Bei der comdirect Bank greift der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Bei einem Eigenkapital von 620,3 Millionen Euro (Jahresabschluss 2006/2007) heißt das, je Kunde wird mit 186,09 Millionen Euro gehaftet (30 Prozent des Jahresabschlusses).
– BMW Bank: Auch die BMW Bank ist dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen. Die Haftungsgrenze liegt entsprechend des Jahresabschlusses 2006/2007 von 600 Millionen Euro bei 180 Millionen Euro je Kunde.

Wichtig ist, sich im Rahmen des Tagesgeldvergleichs darüber zu informieren, welchem Sicherungssystem die Bank angehört. Basiert die Einlagensicherung auf einem der deutschen Systeme, sind die Gelder sehr sicher. Anderenfalls muss man damit rechnen, dass im Fall der Fälle nur ein Teil des Geldes abgesichert ist, wie beim niederländischen Sicherungsfonds, der auf 100.000 Euro je Kunde begrenzt ist.


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