Geldvermögen der Deutschen im Jahr 2008

Der Geldvermögensbestand der privaten Haushalte lag Ende 2008 bei 4,41 Billionen Euro, das sind rund 139 Mrd. Euro weniger als Ende 2007. Der Absturz an den Börsen ließ das Geldvermögen der Deutschen damit zum zweiten Mal seit Bestehen der Bundesrepublik schrumpfen.

Angestiegen ist allerdings die Sparquote, und zwar von 10,8 Prozent im Jahr 2007 auf 11,5 Prozent im Jahr 2008.

Geldvermögen
Quelle: Deutsche Bundesbank

Den Großteil (39,4 Prozent) ihres Geldes legten die Deutschen verstärkt bei den Banken an. Dies geschah in Form von Sicht-, Termin- sowie Spareinlagen. Zu Ersterem zählen beliebte Sparformen wie Tagesgeld und Festgeld, aber auch Sparbriefe und Sparbücher. Auch die Anlage bei Versicherungen und Pensionseinrichtungen hat sich unter anderem wegen langfristiger Sparpläne für die Altersvorsorge gut behauptet.

Durch die Finanzkrise wurden bei Wertpapieranlagen die stärksten Mittelabflüsse seit der Wiedervereinigung verzeichnet. Diese beliefen sich auf circa 45 Mrd. Euro.

Mit den Verlusten an den Finanzmärkten nahm die Risikoscheu der Deutschen Anleger zu und erstreckte sich neben den Aktien auch auf Zertifikate und Geldmarktfonds. Von dem Aktienvermögen, das im Jahr 2007 noch 375 Mrd. Euro betrug, blieben Ende 2008 nur noch 166 Mrd. Euro übrig. 

Anleger investierten meist nur noch in renditeschwache, dafür aber als sicher empfundene Anlageformen bei den Banken. Davon profitierten besonders Onlinebanken wie etwa das  oder das 1822direkt CashSkyline oder das Bank of Scotland Tagesgeldkonto. Aber auch gut verzinste Girokonten wie das der DKB Bank oder der netbank wurden einem Konto bei der Hausbank vorgezogen.

Quelle: www.bvr.de


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